| Der aktuelle Motorsport-Talk am 10.08.2010
Frage: Der „halbe Heim-Grand-Prix“ im benachbarten Ungarn ist für Dich leider nicht ganz nach Wunsch verlaufen, wobei Du im Gesamtklassement ja noch mit einem blauen Auge davongekommen bist…
NS: „Das stimmt, denn mir fehlen trotz Kollision und Ausfall nach wie vor nur 9 Punkte auf den Drittplatzierten Rosina. Und, wenn in Spa und Monza wieder alles rund für mich läuft, müsste das eigentlich aufzuholen sein.“
Frage: Die Zuschauerzahlen in Ungarn waren schon einmal höher und auch der Zustrom der heimischen Fans ließ diesmal zu wünschen übrig. Ist der Hungaroring ein echter Ersatz für Spielberg?
NS: „Auf gar keinen Fall. Man merkt einfach, dass den Österreichern der A1 Ring fehlt und, um ganz ehrlich gesagt, fehlt ihnen wahrscheinlich auch ein österreichischer Fahrer in der Formel 1. Mir ist das alles aber ziemlich egal, weil es mich eh nicht mehr betrifft.“
…es sei denn, Du schaffst zumindest noch einmal den Sprung in die DTM und fährst in Spielberg?
NS: „Das wäre natürlich ein Traum. In der DTM tut sich seit dem geplanten Einstieg von BMW ja wieder was und vielleicht kommen auch noch andere Marken dazu. Im Moment bin ich im Supercup allerdings bestens aufgehoben, und ich möchte dort in den nächsten Jahren, wenn’s irgendwie geht, auch die Meisterschaft gewinnen.“
Frage: Apropos, was würde Dir ein solcher Titel bedeuten?
NS: „Sehr viel, weil ich der erste Österreicher wäre. Außerdem gibt es nicht viele Serien im Rundstreckenbereich, die stärker besetzt sind. Wenn man hier nicht richtig am Limit unterwegs ist, kann man gleich zusammenpacken.“
Frage: In Spa, wo Ihr am letzten Augustwochenende wieder gemeinsam mit der Formel 1 an den Start geht, hast Du im Vorjahr Deinen ersten Podestplatz im Supercup gefeiert…
NS: „Ich bin dort schon immer schnell gewesen, auch in der Formel 3000, wo ich zweimal auf Pole gestanden bin und einmal auch gewonnen habe. Die berühmt berüchtigte „Eau Rouge“ ist mit einem Porsche übrigens die größte Herausforderung, die ich dort mit einem Rennwagen erlebt habe. Man kommt dort mit Vollgas an, das Auto federt voll durch, dann muss man ganz kurz ‚lupfen‘ und möglichst früh wieder am Gas sein, damit man den Berg hinauf den optimalen Speed mitnehmen kann. Ein Sieg in Spa zählt doppelt, deshalb bin ich schon ganz heiß auf das Rennwochenende.“
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