Starke Performance von Norbert beim zweiten VLN-Lauf

Der Tiroler verpasst die Pole-Position nur knapp – Zeitstrafe im Rennen

Adenau, 10.04.2017

Norbert Siedler kann zufrieden auf den zweiten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft zurückblicken. Im Qualifying auf der Nürburgring-Nordschleife verpasste er die Pole-Position um weniger als zwei Zehntelsekunden und auch im Rennen lief es für den Frikadelli-Porsche deutlich besser als beim Saisonauftakt: Der Tiroler und sein Teamkollege Lucas Luhr überquerten die Ziellinie auf dem siebten Rang, wurden durch eine nachträgliche Zeitstrafe aber auf dem 18. Platz gewertet.

„Im Vergleich zum letzten Lauf haben wir einen großen Schritt gemacht“, freute sich Norbert Siedler. Beim ersten Einsatz des zweiten Frikadelli-Porsche, den er sich in der VLN und beim 24-Stunden-Rennen mit weiteren Profirennfahrern teilen wird, stand vor allem die Arbeit mit den neuen Reifen im Vordergrund. „Auf eine Runde war unsere Performance schon sehr vielversprechend, in meiner schnellsten Quali-Runde hatte ich sogar etwas Verkehr. Im Rennen konnten wir deutlich länger attackieren, haben aber vor allem zum Ende eines Stints noch viel Luft nach oben.“

Norbert Siedler übernimmt in der ersten Kurve die Führung

Das Rennen am Samstag begann für Norbert Siedler optimal: Schon in der ersten Kurve konnte sich der österreichische GT-Profi an die Spitze des Feldes setzen und steuerte nach sieben Runden in Führung liegend die Boxengasse an. Sein Teamkollege Lucas Luhr konnte in den folgenden Umläufen nicht ganz an die Performance des 34-Jährigen anknüpfen. „Lucas war lange nicht mehr auf einem Porsche unterwegs und ist daher noch nicht 100 Prozent ans Limit gegangen“, erklärte Siedler, bevor er für die letzten Rennstunden wieder das Steuer übernahm. Nach 28 Runden überquerte er die Ziellinie auf dem siebten Rang.

Wenige Stunden nach dem Rennen erreichte Norbert Siedler eine schlechte Nachricht: „Wir haben eine Zeitstrafe bekommen, da ich zu schnell in eine Code-60-Zone gefahren bin“, ärgerte er sich. „In einer Bergab-Passage habe ich nicht stark genug gebremst. Die Sicherheit steht an erster Stelle, die Strafe ist daher berechtigt. Das Ergebnis heute ist zweitrangig, beim 24-Stunden-Rennen darf das aber nicht passieren“, zeigte er sich selbstkritisch. Durch die Strafe fiel der Porsche 911 GT3 R auf Platz 18 zurück.

Blancpain Endurance Cup und ADAC GT Masters starten nach Ostern in die Saison

Nach den rennfreien Osterfeiertagen steht für Norbert Siedler in zwei Wochen der Saisonauftakt des Blancpain Endurance Cup in Monza auf dem Programm. Auf der italienischen Hochgeschwindigkeitsstrecke wird er sich einen Lamborghini Huracán vom Grasser Racing Team mit Ezequiel Perez Companc und Raffaele Giammaria teilen. Schon eine Woche später startet auch das ADAC GT Masters in Oschersleben in die Saison. Dort wird sich Siedler am Steuer eines Huracán von HB Racing mit Marco Mapelli abwechseln.