Übermütiger Konkurrent reißt Norbert Siedler bei den 24 Stunden von Daytona aus dem Rennen

Der Tiroler und seine Teamkollegen lagen in Daytona bis zum Unfall in den Top-Drei

Daytona, 30. Januar 2017

Bei den 24 Stunden von Daytona wurden Norbert Siedler und seine Teamkollegen Opfer eines gescheiterten Überholversuchs der Konkurrenz: In aussichtsreicher Position in den Top-Drei liegend wurde der GTD-Porsche des Tirolers von einem Konkurrenten aus der Prototypen-Klasse abgeräumt. Während Matt McMurry, der zu diesem Zeitpunkt im Fahrzeug saß, unverletzt bliebt, wurde das Auto der Park Place Mannschaft völlig zerstört.

Sensationelle Startphase für Siedler und Teamkollegen

Einen besseren Auftakt in die 24 Stunden von Daytona hätten sich Norbert Siedler und seine Teamkollegen Jörg Bergmeister, Patrick Lindsey und Matt McMurry nicht vorstellen können: Nach zwei Stunden übernahm der Österreicher zum ersten Mal das Steuer. Von Platz fünf aus arbeitete sich der Langstreckenspezialist mit schnellen Rundenzeiten nach vorne und kam bis zum Tankstopp auf die zweite Position. Den Abstand zum führenden Audi konnte der 34-Jährige bis auf unter eine Sekunde verkürzen.

Beim planmäßigen Boxenstopp nach drei Stunden übernahm Matt McMurry das Steuer von Norbert Siedler. Doch nur wenige Runden später kam das frühe Rennende: Ein Fahrer aus der Prototypen-Klasse verschätzte sich beim Überholversuch völlig, verlor auf dem Gras die Kontrolle über sein Fahrzeug und räumte McMurry von der Strecke.

„Das ist nicht zu glauben“, ärgerte sich Norbert Siedler. „Die ersten vier Stunden liefen perfekt für uns. Zusammen mit dem Land-Audi waren wir das absolut schnellste Auto in der Klasse. Ohne Zwischenfälle hätten wir auf jeden Fall um eine Podest-Platzierung kämpfen können. Im Unfall-Video erkennt jeder, dass Matt keine Schuld trifft. Das ist verdammt bitter.“ Der am Unfall beteiligte Prototyp wurde mit einer 600 Sekunden Zeitstrafe belegt – kein Trost für den Rennfahrer aus der Wildschönau und die Park Place Mannschaft.