Zwei Mittelfeld-Ergebnisse beim Lexus-Blancpain-Debüt

Platz 13 und 14 beim Saisonauftakt in Zolder

Zolder, 10.04.2018

Das Auftaktwochenende in Zolder (BE) war für Norbert eine erste Standortbestimmung in der Premieren-Saison des Lexus RC F GT3 in der Blancpain GT Series. Nach schwierigen Qualifyings sicherten sich der Tiroler und Teamkollege Stephané Ortelli (MCO) mit den Positionen 13 und 14 zwei Resultate im Mittelfeld. Schon am nächsten Wochenende ist Norbert wieder auf der Nürburgring-Nordschleife unterwegs.

Mit Spannung hatte Norbert den Saisonauftakt des Blancpain Sprint Cup erwartet. „Es ist der erste Einsatz des Lexus auf diesem hohen Niveau“, erklärte er. „Die Entwicklung steht in dieser Saison im Vordergrund, aber trotzdem haben wir uns natürlich ehrgeizige Ziele gesetzt.“ Die Qualifying-Sessions am Samstag verliefen für den 35-Jährigen und seinen Teamkollegen Stephané Ortelli ernüchternd: Das Duo von Emil Frey Racing musste sich mit den Startplätzen 16 (Samstag) und 18 (Sonntag) zufriedengeben.

Im Rennen am Samstag lief es für Norbert schon etwas besser: „Im ersten Teil konnte Stephané etwas Druck auf unsere Vorderleute ausüben, für ein Überholmanöver hat es auf dem wirklich engen Kurs aber nicht gereicht. Dafür konnten wir uns beim Boxenstopp verbessern und ich bin auf Platz 14 auf die Strecke gekommen. Danach war die Lücke in beide Richtungen sehr groß und ich habe die Position sicher ins Ziel gebracht.“

Stetiger Fortschritt sorgt für Zuversicht bei Norbert

Mehr Action gab es dafür im zweiten Lauf am Sonntag: „Die Startphase war sehr hektisch, ich konnte gleich zwei Positionen gewinnen. In Kurve vier wurde es dann richtig eng mit meinem Lexus-Kollegen Christian Klien“, berichtete Norbert. „Er hat mich leicht von der Strecke gedrängt, weil er mich nicht sehen konnte. Glücklicherweise ist nichts passiert.“ Nach dem obligatorischen Fahrerwechsel überquerte Teamkollege Ortelli die Ziellinie schließlich auf Platz 13. 

„Es war schwer, die Leistungsfähigkeit unseres Autos vorher einzuschätzen“, fasste Norbert die Ereignisse aus Belgien zusammen. „Nach den Tests auf anderen Strecken waren wir ehrlicherweise etwas optimistischer. Das Auto war am Wochenende extrem schwer zu fahren. Das wichtigste ist jedoch, dass sich unser Lexus von Sitzung zu Sitzung besser angefühlt hat. Die Ingenieure von Emil Frey wissen also genau, wo sie ansetzen müssen. In Monza wird der zeitliche Abstand zur Spitze sicherlich deutlich geringer sein.“

Kampf um die „Blaue Lampe“ am nächsten Wochenende

 Bevor die Blancpain GT Series in Monza weitergeht, steht für Norbert zunächst ein Einsatz im Frikadelli-Porsche auf der Nürburgring-Nordschleife an. Beim Qualikationsrennen für das ADAC 24-Stunden-Rennen im Mai geht es für den Österreicher um einen der begehrten Startplätze für das Top-30-Qualifying. „Als Teilnehmer des Top-30-Qualifyings bekommt man die wichtige blaue Lampe in der Windschutzscheibe. Das ist im Verkehr beim 24-Stunden-Rennen eine große Hilfe. Wenn wir uns diese schon am nächsten Wochenende sichern, können wir uns bei den Zeittrainings im Mai voll auf die Rennabstimmung konzentrieren.“