Norbert bejubelt Platz zwei auf der Nordschleife

Tiroler verpasst zweiten Saisonsieg nur knapp

Adenau, 23.09.2018

Mit dem zweiten Platz beim siebten VLN-Lauf hat sich Norbert am Samstag ein weiteres Top-Ergebnis auf der Nürburgring-Nordschleife gesichert. Vom siebten Startplatz kämpfte sich der Tiroler gemeinsam mit seinem Teamkollegen Lance David Arnold (D) schnell auf den zweiten Rang. Nach vier Rennstunden verpasste das Duo vom Frikadelli Racing Team den Sieg nur um wenige Sekunden.

Im Zeittraining setzte sich Norbert direkt zu Beginn an die Spitze des Feldes. „Wir lagen lange auf der provisorischen Pole-Position. Es war zu erwarten, dass die Strecke noch schneller wird und wir haben überlegt, noch einmal rauszugehen. Letztendlich sind wir in der Box geblieben und mit Platz sieben etwas weiter als geplant zurückgefallen. Mit einem zweiten Versuch wäre ein besserer Startplatz möglich gewesen“, berichtete er im Anschluss.

Im Rennen konnte Norbert das Qualifying-Ergebnis schnell korrigieren: Schon nach vier Runden hatte er sich mit teilweise spektakulären Überholmanövern auf den zweiten Rang gekämpft. „In der Startphase besteht die Gefahr, viel Zeit auf den Führenden zu verlieren. Deswegen musste ich volles Risiko gehen, um möglichst weit nach vorne zu kommen“, erklärte der Porsche-Pilot, nachdem er das Fahrzeug an Lance David Arnold übergeben hatte.

Kampf um den Sieg bis zur letzten Runde – nur Code-60-Phasen retten Konkurrenz

Im zweiten Teil des Rennens lieferte sich der Porsche von Norbert ein Fernduell mit einem Mercedes AMG um den Sieg. „Der AMG hatte bereits nach vier Runden seinen ersten Boxenstopp absolviert. Deswegen wussten wir erst spät, wie die Abstände wirklich sind.“ Fünf Runden vor Schluss betrug der Rückstand fast eine halbe Minute. Doch Norbert schaffte es, mehrere Sekunden pro Runde aufzuholen.

„Es sah nach einem richtig engen Zieleinlauf aus. Dann hatten wir Pech mit einer Code-60-Phase, wodurch der Mercedes kampflos sehr viel Zeit zurückgewinnen konnte“, schilderte Norbert. Nach 28 Runden überquerte er die Ziellinie mit 14 Sekunden Rückstand auf Platz zwei. Erst im Anschluss wurde allen Beteiligten bewusst, dass es noch knapper als erwartet war: „Wir sind unmittelbar nach dem Ablaufen der Uhr über die Linie gekommen. Ohne die Code-60-Phase hätte es eine weitere Rennrunde gegeben. Dann wäre unserem Gegner der Sprit ausgegangen oder er hätte einen Boxenstopp machen müssen“, erklärte der Rennfahrer aus Oberau.

Auch mit dem zweiten Platz war Norbert sehr zufrieden: „Auf ein Podestergebnis in der VLN kann man immer stolz sein. Nach unserem Sieg bei VLN 4 ist es mein zweites Podium dieses Jahr. Lance und die gesamte Frikadelli-Mannschaft haben einen fehlerfreien Job gemacht. Das Mercedes-Team wurde heute für eine risikoreiche Taktik belohnt, das müssen wir anerkennen.“

Am nächsten Wochenende geht es für Norbert zum Saisonfinale des Blancpain Endurance Cup nach Barcelona. Auf dem Circuit de Catalunya steuert der 35-Jährige einen Lexus RC F von Emil Frey Racing. Auch dort rechnet er sich gute Chancen auf ein Top-Ergebnis aus: „Die Strecke hat den neuen Formel-1-Asphalt bekommen, auf dem unser Lexus erfahrungsgemäß super funktioniert“, blickt der Langstrecken-Spezialist voraus.